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PROJEKTBESCHREIBUNG Die integrierte Planung von Verkehrs- und Siedlungsentwicklung steht im Mittelpunkt der Überlegungen zu einer nachhaltigen Raum- und Verkehrsentwicklungsplanung. Während dieser Ansatz in Deutschland bereits seit vielen Jahren die Grundlage der Raumplanungspolitik darstellt, wird er in Frankreich erst seit kurzem als freiwillige Strategie verfolgt, vor allem durch die Verabschiedung des Gesetzes SRU (Loi Solidarité et Renouvellement Urbain). Die Weiterentwicklung des klassischen Schienenverkehrssystems und damit der Verknüpfung von Stadt und Umland deutet auf eine neue Qualität der Stadtplanung hin. Die Maßnahmen, die in den letzten Jahren ergriffen worden sind, um die Folgen einer großflächigen Verstädterung zu begrenzen, gestalten sich in Deutschland und Frankreich unterschiedlich. In Deutschland wurde die städtebauliche Entwicklung vor allem an den Stellen gefördert, die über eine gute ÖPNV-Bedienung verfügen, wie z. B. die Bahnhöfe, die eine konzentrierte Siedlungsentwicklung nach sich ziehen. In Frankreich hingegen hat sich die Siedlungsentwicklung entlang der Verkehrsachsen vollzogen. Das Projekt Bahn.Ville betrachtet in einem größeren räumlichen Rahmen aufgewertete und reaktivierte Bahnstrecken. Dabei geht es nicht nur darum, Potenziale abzuleiten und geeignete Vorgehensweisen aufzuzeigen, sondern vor allem die umgesetzten bzw. in Planung befindlichen Aufwertungen zu analysieren, um daraus sinnvolle Vorgehensweisen abzuleiten, sowohl im Bezug auf die Wechselwirkungen zwischen Verkehrs- und Siedlungsentwicklung als auch im Hinblick auf organisatorische Aspekte. Darüber hinaus wird diese Studie die Praxis der Verkehrsverknüpfung untersuchen, die eine unabdingbare Ergänzung (bzw. Fortführung) der Verknüpfung von Siedlungsentwicklung und Schienenverkehr darstellt, sowie die Bandbreite der Schienenfahrzeuge, die für die Anbindung ins Umland eingesetzt werden, wie z. B. die Zwei-System-Bahn, aber auch andere Typen von Stadt- und Regionalbahnen. In Frankreich gibt es eine Reihe von Projektansätzen, die in den nächsten Jahre konkrete Gestalt annehmen werden. Im Bereich der Stadtplanung und der SPNV-Entwicklung existieren verschiedene Ansätze. Eine vergleichende Studie von Fallbeispielen in Deutschland und Frankreich eröffnet die Möglichkeit, deren jeweilige Vor- und Nachteile darzulegen. Bislang liegen nur wenige Arbeiten vor, die sich speziell mit der Verbesserung der Koordinierungsprozesse zur Verknüpfung von Siedlungsentwicklung und Verkehr befassen. Einerseits wird diese Studie daher aufzeigen, in welcher Weise Bahnnetze Siedlungsformen generieren (Formen, Verdichtungen, Vielfalt….), andererseits ist darzustellen, welchen Gesetzen die Siedlungsentwicklung folgt, um ÖV-Politik gezielter und erfolgreicher umsetzen zu können (Ausstattung, Organisation, Fahrzeuge …). Sie beruht auf den Konzepten und Werkzeugen zur Verbesserung der Integration von Siedlungs- und Schienenverkehrsentwicklung und ermöglicht, ausgehend von Erfahrungen, eine Darstellung von Wirkungszusammenhängen. Im Rahmen dieser Untersuchung werden abschließend Empfehlungen für die Praxis erstellt. Dies stellt die erste Projektphase dar, welche in einer 2. Phase im Zusammenhang mit der Begleitung einer Streckenrevitalisierung fortgeführt werden kann. |
PROJEKTINFORMATION:
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Erstellt von ADEUS
2003
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